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Strauß, Kurt

jüd., * Westerburg 29.12.1923, + nach 1941, Wohnhaft in Westerburg und Frankfurt/M.. Deportiert von Frankfurt/M. am 11. od. 12.11.1941 nach Minsk/Ghetto., Am Morgen des 12. November musste die Westerburger Familie Straußden Sonderzug im Bahnhof Frankfurt-Ost besteigen. Sie wurden in das Ghetto nach Minsk in Weißrussland verschleppt. Diesen Ort erreichten sie nach fünftägiger Fahrt am 17. November 1941., Die Familie Strauß überlebte ihre Deportation nach Minsk nicht.Todesort und Todesdatum sind nicht bekannt. Salomon, Johanna, Brunhilde und Kurt Strauß gelten als verschollen., , Nach Beendigung der Schulzeit zog Kurt nach Frankfurt. In Westerburg und Umgebung gab es für ihn als Juden keine Ausbildungsmöglichkeit. Er besuchte zum Zeitpunkt der Volkszählung – 17. Mai 1939 – das im April 1936 gegründete große jüdische Ausbildungszentrum. Dieses war in einem leer stehenden Fabrikgebäude für etwa 130 jüdische jugendliche Ausbildungs- und Anlernwillige eingerichtet worden. Kurt wollte so schnell wie möglich auswandern, um der weiteren Verfolgung zu entgehen. Sein Wunsch erfüllte sich nicht. Die Anlernwerkstätte wurde im Juni 1941 geschlossen und die Jugendlichen zur Zwangsarbeit verpflichtet., Am 10. November 1941 wurde Kurt von seiner letzten Frankfurter Adresse Stegstraße 79, wo er bei einer Familie Ernst Strauß wohnte, gemeinsam mit seiner Schwester im Auftrag der Gestapo unter Aufsicht und Begleitung eines Vertreters der Judenvereinigung nach Westerburg gebracht, um von dort, geschlossen mit seiner Familie am nächsten Tag „in den Osten evakuiert“ zu werden. Kurt wurde 16-jährig mit seiner 12-jährigen Schwester, Vater und Mutter über Frankfurt am 12. November 1941 ins Getto Minsk deportiert. Wie seine Eltern und Schwester Brunhilde kam er nicht mehr zurück. Todesort und Todesdatum sind nicht bekannt. Von dem mittlerweile verstorbenen ehemaligen Wehrmachtssoldaten Fritz Antes wird erzählt, dass er Kurt bei seinem Einsatz im Zweiten Weltkrieg im Osten gesehen haben will. Kurt gilt als verschollen. In Frankfurt wird ebenfalls seiner gedacht. Kurt Strauß ist dort als Opfer des Holocaust auf dem Namensfries der Gedenkstätte Neuer Börneplatz und auch mit einer Kurzbiografie in der Datenbank des Jüdischen Museums in der Judengasse verewigt., , Quelle: Georg Stockschlaeder: www.ahnenreich.de; Juden im Westerwald, yadvashem.org, Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 24. November 2011, Seite 28

Vater:Salomon Strauß

Mutter:Johanna Michel

Geschwister:Hans Strauß

Julius Strauß

Brunhilde Strauß


Erstellt mit dem Programm AHNENBLATT (www.ahnenblatt.de).